Geschichte im Schnelldurchlauf

Übersicht aus der Festschrift "150 Jahre stenografisches Leben in Oldenburg"

19.06.1857 Gründung des "Gabelsberger Stenographenvereins zu Oldenburg"
1876 Beitritt zum "Nordwestdeutschen Verband Gabelsberger Stenographen" und zum "Allgemeinen Deutschen Stenographenbund"
1905 Auszeichnung mit der Silbernen Medaille bei der "Allgemeinen Landes-Gewerbeausstelllung" auf dem Dobbengelände in Oldenburg
ca. 1914 Oldenburg hat den stärksten Verein im Nordwestdeutschen Stenographenverband mit 137 aktiven Mitgliedern.
1922 Die erste Geschäftsstenographenprüfung vor der Industrie- und Handelskammer wird abgenommen.
1924 Einführung der Deutschen Einheitskurzschrift
1926 Umbenennung in "Stenografenverein Oldenburg"
1933 Auch die "Stenografen-Vereinigung Stolze-Schrey zu Oldenburg" stellt - unter dem Druck des NS-Gleichschaltungserlasses - auf die Deutsche Einheitskurzschrift um.
1933 - 45 Gleichschaltung:
  Der bisherige Stolze-Schrey-Verein wird als "Einheitskurzschrift-Gemeinschaft" zunächst im DHV und später in der DAF weitergeführt.
  Der Stenografenverein Oldenburg (der ehemalige Gabelsberger-Verein) fungiert nach der Auflösung des Deutschen Stenografenbundes als Ortsgruppe der Deutschen Stenografenschaft im NS-Lehrerbund.
22.09.1945 Wiedergründung als "Stenografen-Vereinigung Oldenburg (Oldb) e. V.". Zum Jahresende hat der Verein 65 Mitglieder.
1957 Der Verein hat 1 500 Mitglieder, 50 Unterrichts- und Übungsgruppen und 20 Unterrichtsleiter.
15./16.06.1957 80. Verbandstag des Nordwestdeutschen Stenografenverbandes in der Weser-Ems-Halle und mehreren Schulen anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums
28.12.1965 Umzug vom Waffenplatz in die Städtischen Handelslehranstalten an der Ammerländer Heerstraße mit 2 Maschinensälen, mehreren Klassenräumen, eigenem Lehrer- und Geschäftszimmer
05.12.1972 Abschluss eines Kooperationsvertrags mit der VHS. Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse werden gemeinsam (im Rahmen des VHS-Programms) durchgeführt. Übungsgruppen laufen unter der Regie unseres Vereins.
1983 Otto Kloppenburg wird für sein "langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Stenografen-Vereinigung" von Oberbürgermeister Dr. Heinrich Niewerth mit der Goldenen Stadtmedaille der Stadt Oldenburg ausgezeichnet.
Herbst 1984 Ende der Zusammenarbeit mit der Volkshochschule. In der Folge bietet die Stenografen-Vereinigung neben den Übungsgruppen auch wieder eigene Grund- und Aufbaukurse in Kurzschrift und Maschinenschreiben an.
1985 Erste Kurse mit Speicher- und Bildschirmschreibmaschinen werden durchgeführt.
1987 Der erste Kurs zum/zur Geprüften Sekretär/-in (IHK) wird angeboten.
1988 Erweiterung des Kursangebots um PC-Kurse. Zunächst wird Textverarbeitung am PC unterrichtet. Später folgen Kurse in MS-DOS, Windows, den weiteren MS-Office-Programmen sowie Internetkurse. Die Tastschreibausbildung wird ebenfalls schrittweise auf den PC verlagert.
1988 Aufnahme von Sprachkursen in Englisch und Spanisch in das Kursprogramm. 1992 folgt mit Russisch eine weitere Fremdsprache.
  Abgerundet wird das Kursprogramm durch Deutschkurse (Rechtschreibung, Zeichensetzung und Rhetorik), Prüfungsvorbereitungslehrgänge und ein umfangreiches Angebot zur Freizeitgestaltung (z. B. Akkordeonspielen, Fotografieren, Aquarellmalerei und Basteln).
Frühjahr 1990 Im Schulzentrum Eversten bezieht die Stenografen-Vereinigung eigene Unterrichtsräume, die vorwiegend für Kurzschrift- und Sprachkurse genutzt werden. Der überwiegende Teil des Unterrichts findet weiterhin in der BBS I an der Ammerländer Heerstraße statt.
01.12.1990 Durchführung des ersten "Oldenburger Grünkohlschreibens". Als zusätzliche Gelegenheit, Wettschreiber und Freunde aus anderen Stenografenvereinen zu treffen, wird das "Oldenburger Grünkohlschreiben" eingeführt, bei dem vormittags ein Wettschreiben und abends eine Kohlfahrt stattfindet. Das Grünkohlschreiben wird zunächst jährlich zum ersten Advent, später wird es alle zwei Jahre im Wechsel mit den Deutschen Seniorenmeisterschaften ausgerichtet.
1991 Einrichtung einer ehrenamtlich besetzten Geschäftsstelle im Schulzentrum Eversten (bis 1999)
1991 Beginn der Fremdsprachenkorrespondentenausbildung Englisch
11. - 15.05.1994 Durchführung des 29. Deutschen Stenografentages in Oldenburg (Weser-Ems-Halle und BBS Technik)
04.03.1995 Hannelore Schindelasch wird zur Vorsitzenden des Nordwestdeutschen Stenografenverbandes gewählt.
16. - 18.06.1995 Teilnahme der Vereinsjugend am "Tag der Niedersachsen" in Oldenburg mit einem eigenen Informationsstand
15.03.1996 Änderung des Vereinsnamens in "Akademie für Aus- und Weiterbildung Stenografen-Vereinigung Oldenburg (Oldb) e. V." (Akademie AWeStO)
04.07.1996 Der erste eigene Internetauftritt wird zunächst noch über die Server der Universität Oldenburg bereitgestellt.
03.06.2000 Die erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften wird errungen: Jochen Schönfeld belegte bei den Deutschen Meisterschaften in Haltern in der neuen Disziplin "Praxisorientierte Textverarbeitung" den zweiten Platz.
Frühjahr 2001 Umzug von der BBS I an der Ammerländer Heerstraße zur neuen BBS Wechloy. Die Räume im Schulzentrum Eversten werden weiterhin für die Kurzschrift- und Sprachkurse, Sekretärinnen- und Unterrichtsleiterausbildung genutzt.
28.07. - 03.08.2001 Im Wettbewerb "Professionelle Textverarbeitung" erringt Stefanie Wiele den Weltmeistertitel. Jochen Schönfeld belegt im gleichen Wettbewerb den dritten Platz.
  Weitere Medaillen folgen bei den Weltmeisterschaften 2003 in Rom und 2005 in Wien.
03.11.2001 Ausrichtung des Bundespokalschreibens (Mannschaftswettbewerb der Verbände des Deutschen Stenografenbundes) in Oldenburg
31.01.2002 Die Vereinsvorsitzende Hannelore Schindelasch wird für ihr "langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Stenografen-Vereinigung Oldenburg e. V." von Oberbürgermeister Dietmar Schütz mit der Silbernen Stadtmedaille der Stadt Oldenburg ausgezeichnet.
03.03.2002 Die Deutsche Stenografenjugend wählt mit Jochen Schönfeld (Bundesjugendleiter), Sandra Joest (stv. Bundesjugendleiterin), Stefanie Wiele (Kassiererin) und Angelika Höffner-Hain (Schriftführerin) eine neue Bundesjugendleitung, die ausschließlich aus Mitgliedern des Oldenburger Vereins besteht.
11.05.2002 Weitere Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften in Breckerfeld: Doppelerfolg in der Praxisorientierten Textverarbeitung durch Stefanie Wiele (Gold) und Jochen Schönfeld (Silber); Silbermedaillen für die Mannschaften im Schnell- und Perfektionsschreiben. - Auch in den folgenden Jahren erringen unsere Schreiberinnen und Schreiber Medaillen bei Deutschen Meisterschaften. Hervorzuheben ist hierbei vor allem der Mannschaftswettbewerb in Praxisorientierter Textverarbeitung, der in den Jahren von 2004 bis 2007 viermal in Folge gewonnen wurde. 2007 steht erstmals in der Textbearbeitung und -gestaltung (Autorenkorrektur) eine Oldenburger Schülermannschaft auf dem Treppchen (3. Platz).
20.07.2002 Auch bei den Senioren gibt es erste Medaillenerfolge: Gunda Bischoff belegt den 1. Platz im 20-Minuten-Schnellschreiben und den 3. Platz in der Kombinationswertung in der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen.
  In den folgenden Jahren holen unsere Schreiberinnen und Schreiber bei den Seniorenmeisterschaften weitere Medaillen.
08.09.2002 Waltraut Dierks aus Münster, die aus dem Oldenburger Verein stammt und lange Jahre Vorsitzende der Stenografischen Gesellschaft in Bremen und des Nordwestdeutschen Stengrafenverbandes war, wird zur Präsidentin der Intersteno-Landesgruppe Deutschland gewählt.
03.07.2004 Ausrichtung der Deutschen Seniorenmeisterschaften in Bad Zwischenahn und Oldenburg.
30.12.2004 Einführung des AWeStO-Newsletters zur schnellen Information per E-Mail.
10.04.2005 Hannelore Schindelasch wird zur Präsidentin und Waltraut Dierks zur Vizepräsidentin des Deutschen Stenografenbundes gewählt.
07.04.2007 Katharina Wosgien (Tastschreiben) und Rieke Specht (Autorenkorrektur) werden jeweils in der Altersgruppe F (bis 12 Jahre) Bundessieger im Bundesjugendschreiben, an dem insgesamt über 21400 Schreiberinnen und Schreiber teilgenommen haben.